Nachzahlung für ZeitarbeiterInnen
Betriebsräte & Gewerkschaft setzten Nachzahlung für ZeitarbeiterInnen durch.
Die Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) setzte im Jahr 2002 nach einer mehrere Jahre dauernden Kampagne einen eigenen Kollektivvertrag im Gewerbe der Arbeitskräfteüberlassung durch. Auch in dieser Branche wird jedes Jahr über höhere Löhne und verbesserte Rahmenbedingungen verhandelt. Aber auch mit gültigen Kollektivverträgen und jährlichen Kollektivvertragsverhandlungen ist die Arbeit von BetriebsrätInnen und Gewerkschaften keinesfalls beendet. "Es ist unsere tagtägliche Arbeit, die Einhaltung der Bestimmungen in den Kollektivverträgen zu überwachen, Missstände aufzudecken und einer Klärung zuzuführen", so Gernot Kleissner, GMTN-Landessekretär in Kärnten. Im Rahmen dieser Bemühungen, im Bereich der ZeitarbeiterInnen eine lückenlose Beachtung des Kollektivvertrages zu erreichen, ist Betriebsräten und Gewerkschaft ein weiterer Erfolg gelungen.
Missstand bei Referenzzuschlag
Das Filterwerk Mahle in St. Michael ob Bleiburg ist der zweitgrößte Industriebetrieb Kärntens und bildet in der größten Metall-Lehrwerkstätte Kärntens über 100 Lehrlinge aus. Über 1.900 MitarbeiterInnen sind bei Mahle beschäftigt - davon rund 500 ZeitarbeiterInnen der Firma Acitivia, einer Personalbereitstellung. Die ZeitarbeiterInnen von Activia erhielten allerdings bis Juni 2006 zu geringe Referenzzuschläge, obwohl die Höhe im Kollektivvertrag für das Gewerbe der Arbeitskräfteüberlassung festgeschrieben ist. Die Betriebsräte Thomas Jamer und Paul Wernig des Beschäftigerbetriebes Mahle sowie die GMTN konnten erreichen, dass die Firma Activia ihren ZeitarbeiterInnen die gesamten ausständigen Referenzzuschläge seit Jänner 2006 nachzahlte. "Die Geschäftsführung der Firma Activia musste anerkennen, dass ihre ZeitarbeiterInnen bei Mahle in einem Betrieb eingesetzt sind, der dem Kollektivvertrag der eisen- und metallerzeugenden und -verarbeitenden Industrie unterliegt. Die angelernten ZeitarbeiterInnen haben somit Anspruch auf Referenzzuschläge in der Höhe von 10 Prozent des Kollektivvertragslohnes. Abgesehen von der Nachzahlung bedeutet die zukünftige monatliche Berücksichtigung der vollen Referenzzuschläge für die Zeitarbeiterinnen und Zeitarbeiter von Acitivia mindestens 4 Prozent mehr Lohn pro Monat," so Peter Glawogger, GMTN-Sekretär in Kärnten. Ein ähnlicher Erfolg ist der GMTN erst kürzlich in Tirol gelungen.
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For more secure employment, against precarious work
The EMF Collective Bargaining Policy Conference 2009 launched the 2nd Common Demand:
“For more secure employment, against precarious work”,
which will be included in the collective bargaining demands of all its 75 affiliated trade unions and in future collective bargaining rounds throughout Europe over the next four years.